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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 459,00 € |
467,20 € |
-8,20 € |
-1,76 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006070006 |
607000 |
- € |
- € |
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HOCHTIEF Geschäftsjahr 2011 aufgrund von Einmaleffekten unter den Erwartungen 30.01.2012
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Frank Laser, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von HOCHTIEF (ISIN DE0006070006 / WKN 607000) unverändert mit "kaufen" ein.
Gestern Abend habe HOCHTIEF die Erwartungen zu EBT und Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2011 konkretisiert. Diese sollten rund EUR 100 Mio. bzw. EUR 60 Mio. unter den ursprünglichen Annahmen des Unternehmens liegen.
Angesichts mehrerer negativer Einmaleffekte, die das Unternehmen nun habe präzisieren können, erwarte HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2011 ein EBT von ca. EUR -130 Mio. (bisherige Guidance: Verlust im niedrigen zweistelligen Millionen Euro-Bereich) sowie einen Nettoverlust von ca. EUR 160 Mio. (bisher: EUR -100 Mio.).
Für das erneute Verfehlen der Guidance gebe es viele Gründe, am stärksten hätten sich jedoch die folgenden Faktoren ausgewirkt: Zusätzliche Kosten von EUR 19 Mio. durch Sonderkündigungsrechte, die von den ehemaligen Vorstandsmitgliedern ausgeübt worden seien. Als Folge daraus habe der Gesamtbetrag für diese Zahlungen in Q4 2011 bei rund EUR 35 Mio. gelegen; Wertberichtigungen für Mautstraßenprojekte in Griechenland und Chile in Höhe von EUR 90 Mio., die sich negativ auf HOCHTIEFs Concession-Segment ausgewirkt hätten. Während das potenzielle Risiko dieser Abschreibungen bereits im Rahmen des Q3- Quartalsberichts durch das Unternehmen kommuniziert worden sei, seien die Spezifizierung und Buchung erst in Q4 2011 durchgeführt worden; Wertberichtigungen von ca. EUR 90 Mio. (vor Steuern) seitens HOCHTIEFs australischer Mehrheitsbeteiligung Leighton (ISIN AU000000LEI5 / WKN 856187) für ihre Tochter in Dubai und die Betreibergesellschaft BrisConnections.
Die gestrigen Nachrichten könnten eindeutig als thematisch negativ betrachtet werden, da die meisten Probleme, die zu dem signifikanten Gesamtjahresverlust für HOCHTIEF geführt hätten, bereits im Voraus bekannt gewesen seien, während der tatsächliche Einfluss nun höher als ursprünglich erwartet ausfalle.
Positiv zu werden sei jedoch, dass die zugrunde liegende operative Performance in Amerika, Europa und auch in der Region Asien-Pazifik zufriedenstellend sein dürfte. Neben einem signifikanten Auftragseingang von ca. EUR 9 Mrd. in Q4 2011 und einem entsprechenden Auftragsbestand von ca. EUR 48 Mrd., sollte HOCHTIEF im laufenden Geschäftsjahr wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.
Entsprechend habe HOCHTIEF die Ziele 2012 eines Vorsteuer- sowie eines Nettoergebnisses bestätigt, die nur leicht unter dem Niveau des Rekordjahres 2010 liegen sollten. In diesen Zielen seien keine potenziellen Erlöse aus den geplanten Verkäufen des Flughafen- bzw. Immobilienportfolios des Unternehmens enthalten. Allerdings dürfte jede Transaktion in diesem Zusammenhang angesichts der derzeitigen unsicheren makroökonomischen Lage (die auch der Grund für die vorsichtigeren Annahmen im WR-Modell in 2012 und 2013 sei) auf kurze Sicht unwahrscheinlich sein.
Angesichts des Kursverfalls der letzten Monate und unter der Annahme solider langfristiger Wachstumsperspektiven wird die Kaufempfehlung mit einem neuen (DCF-basierten) Kursziel von EUR 65 (alt: EUR 70,00) für die HOCHTIEF-Aktie bestätigt, so die Analysten von Warburg Research. Mangels tatsächlicher kurzfristiger Katalysatoren gebe es jedoch keinen Grund für einen überstürzten Kauf der Aktie. (Analyse vom 30.01.2012) (30.01.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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